Hier gibt`s jede Menge Geschichten:
| Dezemberflucht | im Januar 2012 | |||
| Das Trompetenduell | im Februar 2011 | |||
| Süße Ritter an der Tafelrunde | im Dezember 2010 | |||
| Die Timberlands | im Juni 2010 | |||
| Die Notebookverwebbung | im März 2010 | |||
| Schiffbruch ... | im September 2009 | |||
| Wenn der Ursprung zum Ziel wird | im Dezember 2008 | |||
| Der Gauklerwagen im Winter | von kurz nach Weihnachten 2007 | |||
| Der Bratenduft | von Weihnachten 2007 | |||
| Zwei Gehirnzellen | vom August 2007 | |||
| Die Hochzeit | vom Juni 2007 | |||
| Festtagsmahl | vom Dezember 2006 | |||
| Nachlese - Weinlese | vom Oktober 2006 | |||
| Zehntscheuer - Mehrwertsteuer | vom Mai 2006 | |||
| Entlassung 2005 | vom Dezember 2005 | |||
| Neue Bleibe | vom November 2005 | |||
| Andalusischer Schinken | vom Juli 2005 | |||
| Erwachen | vom Mai 2005 | |||
| Die Spätzlesgeschichte | vom Februar 2005 | |||
| Die Weihnachtsgeschichte | von Weihnachten 2004 | |||
| Der Ursprung | vom Oktober 2004 | |||
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zurück zum Herold
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Dezemberflucht
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Ist es nicht so, dass im Weihnachtsmonat Dezember dem Menschen genau die Ruhe genommen wird, die man ihm, rücken die Feiertage näher, gerne als "geruhsame Tage" wünscht? Wer ist der Dieb, der sich dieser "Ruhe" skrupellos bemächtigte? So viele Grüße wollte ich in diesem Monat an Familie, Freunde, Bekannte, und an all die interessanten Menschen richten. An den geruhsamen Weihnachtstagen, wollte ich die Ruhe nutzen, um meinem Vorhaben gerecht zu werden. Doch ich fand die Ruhe nicht. Sie war nicht da. Wohin war sie gegangen? Geistreiche Stimmen gaben mir zu verstehen, dass die Ruhe geflohen wäre. Sie hat es im Dezember nicht mehr ausgehalten. Ihre Gegner brachen in bekannter Form über sie herein, dass sie beschloss, in den Januar zu fliehen. Dort wolle sie warten, bis sich der Feind zurück gezogen hat. |
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Das Trompetenduell
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Sollten die Fratzen der Duellanten merkwürdig verzerrt sein, oder deren Worte nicht lesbar sein oder gar beides, so liegt dies an eurem Werkzeug des Internetgottes Microsoft; dieser hat seine Schergen nicht im Griff. So glaubet an den anderen Gott: den Fuchs mit dem Feuer, dann werdet Ihr sehen! |
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Süße Ritter an der Tafelrunde
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An einem kalten Wintertage, die Kokosflocken tänzelten lautlos vom zimtsternenbehangenen Himmel, trafen sich die Ritter Sport an der Schokoladentafel. Bis auf einen, erschienen auch alle pünktlich zur vereinbarten Stunde. Raffaelo, Sohn eines Fischers und zum Ritter aufgestiegen, stürzte erst zu später Stunde in den Saal herein. Die beiden Türwächter, zwei Mohrenköpfe, schauten verdutzt, gerade so, als käme er vom Mars. Raffaelo stolperte über ein paar herumliegende Dominosteine und fiel zu Boden. Die anderen lachten. Einer rief: "Warst wieder mal im Puffreis bei einer Tofifee? Du hast ja noch lauter Ferrero Küsschen auf der Backe". "Ihr habt gut lachen, während ich hier Rumkugel," schrie er wütend. "Mon Cheri" tönte eine süßliche Stimme, " lass sie doch lachen, die spielen ohnehin keine Prinzenrolle." " Wenn ich dich nicht hätte" sprach Raffaelo, " du bist ein wahrer fishermen`s friend." Dann stand der älteste in der Runde, der Lübecker Marzipan, auf und verkündete, dass ihm die Edlen Tropfen in Nuss, welche das Land unter ihre Herrschaft bringen wollen, ihm gewaltig auf den Butterkeks gingen. "Du Raffaelo und der Franzose, der Ferrero Rocher, ihr beide macht Kitkat aus ihnen. Wenn du noch Hilfe brauchst Nimm2 mit." "Aber es fehlt uns auch noch an Geld, um uns für die lange Reise zu bereiten, " sprach Raffaelo. " Nimm dir ein paar Pfefferminztaler aus dem Überraschungsei, das müsste schon reichen", erwiderte der Marzipan. " Merci" antwortete Raffaelo und machte sich auf den Milky way. |
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Die Timberlands
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So wär es nun an der Zeit, ein neues Geschichtlein zu erzählen aus dem Bereich: |
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Die Notebookverwebbung
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Der Gaukler kann vielleicht große Reden schwingen und die Keulen werfen, aber das Internet beherrscht er nicht. Wie gut, dass es da den Jochus von der Webmasterey gibt. Gemeinsam sind sie stark. |
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Schiffbruch bei....
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Bei der heiligen Seefahrt hatten Frauen an Bord nichts verloren. Bei uns war....einfach kein Platz mehr. So beschauet die Ein-Bild-Bildergeschichte von Thorgal, Falk, Raff und Bernhard, und leset was geschah bei..... |
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Wenn der Ursprung zum Ziel wird
(Aus der Reihe: Echte Begebenheiten aus dem Leben eines Gauklers)
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Kennt noch jemand diese Aussage: "Wir haben jetzt einen Fernsehapparat." Sie fiel erstmals in meinem Elternhaus im Jahre 1968, als nach langem Hin und Her ein solches Gerät im Wohnzimmer aufgestellt wurde. Diesen Satz gibt es heute nicht mehr. Er ist ausgestorben. Man braucht ihn nicht mehr. Mindestens ein solcher Apparat steht heute so selbstverständlich wie ein Kühlschrank in unseren Wohnungen. Ende |
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Der Gauklerwagen im Winter
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Der Bratenduft
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Zwei Gehirnzellen
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Eine Meisterin der Linse hub ihr Kästlein an, um just den Moment kunstvoll
einzufangen, der eine eigene Geschichte in sich birgt. Nur dieser
Augenblick trägt die Geschichte in sich, einzig allein. Bereits einen
Bruchteil später ist sie wieder eine andere. Weder Film vermag dies
vollbringen, noch baren äugleins Betrachtung. Zu schnell läuft das
Geschehen ab und macht diesen einen Moment nicht greifbar. Einzig das
Kästlein entlockt der Situation die Begebenheit, die der Betrachter dabei
empfindet. Folgend drei Bildlein aneinander gereiht, ergeben eine
Erzählung in des Gaukler`s Schädel, die sich einzigartig darstellt. Jede
andere Konstellation, jeder andere Erzähler lässt den Verlauf einer
Geschichte neue Wege gehen. So leset nun genau diese. |
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Die Hochzeit
| Auf einem Markte erworben, dies schöne Symbol, das, Hochzeitern überreicht, in seiner Mehrdeutigkeit, meine Feder animierte, sich in Bewegung zu setzen. Das Ergebnis wurde zusammen mit einem Festakt zur Hochzeitszeremonie von Iza und Hägar aus den Kraichgau Highlands. So leset nun den Teil, der das Symbol zu erklären vermag. |
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Als fahrend Gaukler kam ich bald, |
Das Rund des Deckels ist das Rad |
Festtagsmahl
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So hat mich doch eine kleine Begebenheit, als ich als Gaukler ein Hochzeitsmahl begleitete, dazu veranlasst, ein Gedicht daraus zu verfassen. Feinste Speisen wurden zu Ehren der Brautleut und deren Gäste gereicht. Dazwischen der Gaukler, um die Seele zu nähren mit leichter Kost. Ein kleines Mägdelein, mit blondem Zopf und lieblich Antlitz, in trachtiger Weise gekleidet, hatte mich als Highlight dieses Festes auserkoren. Sie schwirrte stets um mich herum, wenn ich mich, als die Herrschaften speisten, zurückziehen konnte. Auch ich kam in den Genuss, von den Speisen zu kosten. Währendessen unterhielten wir uns, und sie, die lieber bei mir verweilte als am Tische, hätte wohl lieber ein paar Pommes gegessen und ein Eis als Nachspeise. Das Resumé des Ganzen brachte die Kleine mit dem Satz, der auch das Gedicht beendet, auf einen Punkt. In Anbetracht der kommenden Festtage, an denen man sicherlich ebenfalls viel feinste Speis zu erwarten hat, wünsche ich mit dieser wahren Begebenheit allen ein frohes Weihnachtsfest und hoffe doch auf ein vielfältiges Wiedersehen im neuen Jahr. übrigens gibt es beim Gaukler und der Prinzessin Saitenwürstchen und Kartoffelsalat. |
Ein großes Fest wurd zelebriert |
Mit Rahm umspültes heimisch Reh, |
Nachlese - Weinlese
Seht die Trauben, rund und prall, |
Zur lieblich Gaumenfreud verschafft, |

Zehntscheuer - Mehrwertsteuer
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Frage: Hat das Leben im 21. Jahrhundert mehr Wert (Mehrwert)? |
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Entlassung 2005
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Man schreibt den Dezember 2005 |
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Neue Bleibe
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Das Jahr, obwohl es sich dieser Tage noch unerwarteter Weise mit sonnigem Glanze umgibt, schreitet seiner Bestimmung folgend, dem Winterschlaf zu. Die Vorboten hierfür, Gevatter Sturm und die Gebrüder Nebel und Regen, lauern auf ihren Einsatz. Gaukler mögen diese Vorboten nicht. Auch ist ihnen der Winterschlaf nicht willkommen. " Ihr könnt diesen Winter nicht länger hier wohnen", beschloss der neue Herr des Hauses. Blitz und Donner schlugen auf den Gaukler und die Prinzessin ein, denn solche Botschaften in Angesichts der kalten und sonnenarmen Zeit, gereichen wahrlich nicht zur Freude. Die Dringlichkeit der Suche nach einer neuen Bleibe forderte nun ihren ganzen Einsatz. Der Vorrat an Behausungen, der für den Beutel der beiden geeignet schien, erlag zunehmend dem Zorn der Zeit. So erfüllt das Leben unter freiem Himmel auch sein mag, eine warme Stube, ist die Sonne einmal bezwungen, ist nicht zu verachten. Gesetze des Lebens haben schon mehrfach gezeigt, dass Entscheidungen, bei ausreichend zur Verfügung stehender Zeit, nichts desto Trotz bis in den letzten Moment verbannt werden. Diese beängstigende Enge treibt Entscheidungen schneller voran und bündelt sie mitunter in einem festem Entschluss, der dann gekrönt wird mit den Worten: "Gott sei Dank, in letzter Sekunde noch geklappt". Wohl haben dabei Verstand und Gefühl ihre Mächtigkeit vertauscht. Ihr ahnt es schon: Der Gaukler und die Prinzessin werden weiterziehen. Sie packen ihre sieben bis acht Sachen auf den Karren und machen sich auf den Weg nach Altbach. Die beiden haben ein Schloss gefunden, ein Türschloss, dass ihnen sehr bald Einlass in die eigenen vier Wände gewährt. Die beiden sind guter Dinge, denn dem Unwetter des Lebens konnte noch rechtzeitig ein Riegel vorgeschoben werden, der fest verankert im Eisen, diesem Ungestüm den Einlass verwehrt. Ist das Gebälk und Gemäuer erst einmal erneuert, werden die beiden im Februar des nächsten Jahres dort ihr zuhause finden. Genau von dort aus wollen sie dann erneut ihre Wege gehen, um auf den Märkten des Landes wieder vielen Gesichtern, vertraut oder neu, zu begegnen. |
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Andalusischer Schinken
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Und wieder einmal führte mich mein Weg zu einem
Markte und Turney nach Königsbach/Stein, und dort geradewegs in das
Lager der Kraichgau Highlander. Gastfreundschaft, wie es auf deren Banner
steht, wurden meiner Prinzessin und mir gar herzlichst zuteil. So geschah
es zur abendlicher Stunde, dass wir allesamt an der Tafel weilten, um
die Beutestücke der Jagd, vom Feuer auf das Köstlichste für
den Gaumen bereitet, unseren gierigen Wänste zu übergeben. Just in
diesem Moment eilte der Kraichgau Herold, den man auch MacRusker nennt,
lauthals herbei. Er kam geradewegs aus dem Lager der Nordlichter, einer
Gruppe das Feuer und den Tanz beherrschender Gesellen, um nun Neues Kund
zu tun: "Höret", so sprach er, "der Frank von den Nordlichtern hat
Geburtstag. Morgen. Er zähltet dann 30 an Jahren. Was der Herold nicht wusste, war, dass kurze Zeit zuvor uns besagter Frank höchsteigen, eine Kostprobe des Schinkens samt Erklärung der Herkunft an den Tisch brachte. So nahm es die Runde am Tisch nicht Wunder, was der Herold zu berichten wusste. Dem eifrigen Erzähler fehlte es also an den nötigen Ahh`s und Ohh`s, das Erzählungen unglaublicher Geschichten üblicherweise anhänglich war. Nachdem nun der Falkner, dem man noch letztes Jahr solche Neuigkeiten gut erzählen konnte, nicht mehr in der Runde weilte, sah sich der Herold genötigt, sein Gesprochenes, dass, wie es ihm schien, nicht recht angekommen zu sein, erneut der Runde am Tisch mitzuteilen: "Hey", wiederholte er also. "Der Frank hat Geburtstag. Morgen. Er hing eineinhalb Jahre in Andalusien herum. Seit einem Jahr ist er wieder hier. Einen 30 Jahre alten Schinken brachte er mit, und ein paar Eicheln. Wenn ihr Schafe auch Käse wollt, dann seid ihr eingeladen. Alles vom Feinsten". Kaum dass die letzten Worte des Herold`s Lippen verlassen hatten, wurde diesem, auch durch das heftige Gelächter der Tischgesellen, die Verkehrtheit bewusst. Eilig verließ er die Runde um im nächsten Augenblick noch einmal heranzutreten und folgendes dem Tische mitzuteilen: "Habt ihr gehört, der Frank hat Geburtstag". "Morgen", rief die Runde. Der Herold wieder: "Der Eichel hat ihm 30 Schweine geschinkt, aus Andalusien. Eines wurde vor eineinhalb Jahren hierher gebracht und lebt seit einem Jahr als Schaf. Käse, oder"? Der Tisch wackelte vor lauter Lachen. "He, Herold, was ist mit dem Frank, berichte", rief einer aus der Runde, den man Falk nannte. Erneut drehte sich der Herold um. Just in diesem Augenblick stand der Falk auf und hinterließ einen freien Platz an der Tafel. Er wollte sich geschwind ein Stück Fleisch holen. Der Herold kehrte mittlerweile zurück und begann: "Leute, der Frank hat Geburtstag". Dann sah er den leeren Platz. "Wo ist der Falk, wann kommt er wieder"? Alle riefen: "Morgen". Unbeirrt sprach der Herold weiter: "Seit 30 Jahren füttern sie dem andalusischen Schinken Eicheln. Den Schafen geben sie Käse. Das reicht für ein bis eineinhalb Jahre. Ihr könnt alle kommen". Der Platz unter dem Tisch reichte nicht aus, um sich darunter zu lachen. Selbst der eifrige Redner, der zum wiederholten Male seine Neuigkeit berichtet hatte, verschaffte sich der Länge nach Platz im Grase und hob sich den Bauch vor lauter Gelächter. Jedoch der Ernsthaftigkeit seines Auftrages bewusst, fasste er rasch wieder Fuß, eine ernste Mine und legte erneut los: "He ihr andalusischen Schweine", sprach er. "Der Frank hat Geburtstag". Unter heftigem Gelächter nun alle: "Morgen". Er: " 30 Eicheln hat er mitgebracht. Wenn ihr ein bis eineinhalb haben wollt, dann nehmt eure Käsfüße in die Hand und Schaft euch dort hin". Er zeigte auf das Lager der Nordlichter. Das leichte Schmunzeln aller Zuhörer, das konstant über der Sache lag, brach erneut aus in einen Sturm lauten Gegröles. Da hinein legte der Herold nochmals seine Botschaft: "Der Frank hat Geburtstag. Armes Schwein. Morgen wird er hängen, mindestens eineinhalb Jahre in Andalusien und ein Jahr hier. Dann wird er zum Schinken. Doch vorher füttern sie ihn mit Käse. So locken sie die Schafe an. Eichelartige Geschichte". Unglaubliches, aber doch Wahres geschieht in mittelalterlichen Landen. So will ich nun das Geschichtlein hier beenden. Seid versichert, dass in der lustigen Runde noch eine Vielzahl an Varianten den Abend schmückte. Dies ist kein Märchen, doch wenn sie nicht gestorben sind, dann höret immer wieder eine nette Begebenheit oder auch phantasievolles Geschreibe aus der Feder des Gauklers. Dem Frank wünsche auch ich, dass ihm sein Geburtstag mit dem 30jährigen andalusischem, käsfußstinkendem Eichelschwein ewig im Gedächtnis bleibt. |
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Erwachen
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Zunehmends gewinnt die Sonne an Macht und scheint den Kampf gegen die kalten, kurzen Tage für sich zu entscheiden. Sie versprüht ihren Charme und lockt das Grün der Pflanzen und das Bunt der Gewächse aus der Erde. Auch scheint eben diese Photosynthese den Gaukler zu neuem Leben zu erwecken. Zwar hat die gute warme Stube, das weiche Federkissen mit all seinen Reizen, gleichen Anteil am Wohlbehagen des Lebens, doch schickt besagter chemische Prozess das Tun und Handeln des Gauklers nun nach Draussen. Die Gewänder, ebenfalls bereit, einst Gelebtes den Augen sichtbar zu machen, warten auf ihren Einsatz. Der Karren, der regunglslos und unbeachtet dem Dunkel des Gewölbes anvertraut war, wird nun ans Lichte geholt und befreit von der Spinnen Tagwerk. Das Werkzeug des Gauklers der Kiste anvertraut, aus der er sich geschickt zu bedienen weiß, die Geschichten aus den schlummernden Gängen des Gehirnes an die Oberfläche gespült, soll es nun an der Zeit sein, sich auf den Weg zu begeben, gute bekannte, aber auch neue Gesichter zu treffen. Doch wer den Gaukler sieht, sieht nur den halben Gaukler. Erst die Prinzessin an seiner Seite verhilft der Geschichte zu einem Ganzen. All ihr Leut, so ihr nun Lust habt auf die beiden zu treffen, so ziehet ebenfalls los und überlasst es dem Schicksal, wann und wo es geschehen soll. So nehmet nun diesen Gruß von uns beiden und freut euch auf die neue, vergangene Zeit. |
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Gaukler, kaufst du mir Spätzle ?
(Nun, was tue ich hier Kund: Witziges aus Kindermund)
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Im Jahre des Herrn 2004, auf der Feste zu Hohenbeilstein,
sollt auf dem zu dieser Jahreszeit grün gefärbten Rebenhügel,
ein Markt abgehalten werden, wie er es schon die Jahre zuvor zum Wohle
der Kaufleut, zur Bestaunung für die Neugierigen, zur Belustigung
der Seele, zum Wohle des Geistes und dessen Erholung, stattgefunden hat.
Wen nimmt es Wunder, dass sich an dortigster Stell auch Bernhard der Gaukler
mit seinem knarrenden und scheppernden Karren einfand. Wie all die Jahre
zuvor erleuchtete und erwärmte die Sonne die Anhöhe und verwöhnte
so den Markt auf seine besondere Weise. Inmitten des bunten Treibens hatte
dort auch eine Bogenbauerfamilie ihr Lager aufgeschlagen. Noch jung an
Jahren, rockzipfelten da bereits zwei Bälger umher, die ihrer Lust
entsprungen waren. Beide waren es blonde Lockenköpfe, deren munteres
Geschau noch keine fünf Jahre diese Welt eroberten. Die Eltern riefen
sie Robin und Noah. Ein kleiner Lausbub in mittelalterlicher Kutte, hatte wohl einen großen Freund gefunden und suchte über ihn in listiger aber ehrlicher Weise einen Weg, an die Speis zu gelangen, die ihm die Eltern, wohl auf Grund der eigenen Küche, versagten. Was will uns die Geschichte also sagen? |
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Nikolaus – auch ein Gaukler?
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Nun lauschet einmal den Worten des Nikolaus, der einst erst spät in einer Stadt angekommen ist, wo die Kinder doch schon so sehnsüchtig auf ihn gewartet haben. Das hatte einen guten Grund. Wie ihr wisst, hat der gute Mann in dieser Jahreszeit alle Hände voll zu tun. ************* Ich grüße euch ihr Lieben. Kennt ihr mich? Man nennt mich den Nikolaus. Nun hört mir gut zu, was ich zu erzählen weiß. Eines Tages ist mir wirklich etwas ganz eigenartiges passiert. Gerade war ich unterwegs zu einer Stadt, in der viele Kinder lebten, die sehr, sehr arm waren. Da ich dies wusste, habe ich meinen Sack reichlich gefüllt mit Nüssen, Äpfeln, Orangen, Lebkuchen und allerlei Gebackenem, um ihnen etwas Gutes zu tun. Kurz vor der Stadt kam ich durch einen Wald. Ein Sturm kam auf, und ein mit Schnee beladener Ast brach hernieder und donnerte mit Getöse auf die Erde. Die Schneeflocken spritzten auseinander. Die Rentiere, die meine Kutsche zogen, scheuten auf und brüllten laut. In Panik geraten, rasten sie von dannen. Ich hatte große Mühe mich in meiner Kutsche zu halten. Nach 100 Metern erst brachte ich die Tiere zum Stehen. Jedoch mein übervoller Sack war umgekippt, und all die schönen Sachen lagen nun weit verstreut im Schnee. Oje, dachte ich, auch das noch. Jetzt komme ich bestimmt zu spät. Aber es half nichts, und so fing ich an, alles wieder einzusammeln. Gerade als ich meine Kapuze, die mir unentwegt über das Gesicht rutschte, wieder einmal zurückgestreift hatte, erkannte ich auf einmal einen großen, dürren Mann am Wegesrand. Wortlos stand er da und begann mir beim Einsammeln zu helfen. Das Erstaunliche war, dass er so flink war, und meinen Sack in Windes Eile wieder gefüllt hatte. Es schien gar so, als wenn er 4 oder 5 Hände gehabt hätte, so schnell und gewandt war er. Noch nie hatte ich so etwas gesehen. Die Äpfel und Nüsse flogen durch die Luft, gekonnt fing er sie auf und mit gezieltem Wurf fanden alle wieder ihren Platz in meinem Sack. Ich bedankte mich bei ihm für seine Hilfe und fragte wohin er des Weges war. "Schon viele Menschenleben lang ziehe ich nun durch die Welt," sprach er, " gerade so wie du. Doch, im Gegensatz zu dir, bin ich das ganze Jahr hindurch auf der Reise von Stadt zu Stadt. Alles was ich dafür brauche ist hier in meinem Wagen drin", und er zeigte auf sein Gefährt. " Was ist das für eine Kiste auf deinem Wagen", fragte ich ihn. " Da befindet sich so allerlei Nützliches und Unnützes darin. Wer weiß schon, welches Ding brauchbar, und welches ohne Wert ist. Was dem einen ein alter Kram, ist dem anderen noch von gutem Nutzen." "So bist du ein Händler und bietest deine Waren zum Kaufe feil," sprach ich zu ihm. Er aber schüttelte den Kopf und erwiderte:" Die einzige Ware, die ich mit mir führe, habe ich hier drinnen und hier," dabei deutete er auf sein Herz und seinen Kopf. Leider konnte ich ihm nicht ganz verstehen, was er damit meinte, doch war ich in Gedanken auch schon wieder in meiner Kutsche, denn ich musste ja noch zu den Kindern, die bereits sehnsüchtig auf mich warteten. "Komische Kauz", dachte ich, und bestieg meine Kutsche um meine Fahrt fortzusetzen. Die Rentiere setzten sich in Gang. Nach wenigen Metern drehte ich mich nochmals um, denn ich wollte doch noch seinen Namen erfragen. Aber er war bereits schon nicht mehr zu sehen. Als ich ich endlich in der Stadt ankam, da strömten die Kinder schnell herbei. Sie begrüßten mich warmherzig, nannten mir ihren Namen, erzählten mir allerlei Dinge, die ihnen als das Interessanteste überhaupt erschienen und überreichten mir Bilder, die sie extra für mich gemalt hatten. Es war eine Freude, ihnen in ihre erwartungsvollen Gesichter zu schauen. Für einen jeden hatte ich natürlich auch etwas mitgebracht. Apfel, Lebkuchen, Nüsse, Schokolade. Kaum dass sie sich bei mir für die Gabe bedankt hatten, machten sie sich auch schon über ihr kleines Geschenk her. Es war nicht viel, was ein jeder erhielt, und doch strahlten ihre Augen. Nicht zuletzt auch aus Freude auf die bevorstehende Zeit. "Hast du uns auch eine Geschichte mitgebracht?" hörte ich auf einmal ein kleines Mädchen zu mir sagen. "Ja, eine Geschichte" riefen die anderen, "so wie der Bernhard sie zu erzählen weiß." "Eine Geschichte wie sie der Bernhard erzählt?" Ich war einen Moment irritiert. "Ich kenne keinen Bernhard" sprach ich. "Du musst ihn doch eigentlich kennen. Er zieht so wie du übers Land und bringt den Menschen seine Geschichten mit. Er erzählt sie auf seine besondere Weise, mit Worten und mit seinen Händen. Er ist ein Geschichtenerzählongleur", informierte mich ein rothaariger Junge. "Geschichtenerzählongleur, eigenartig," dachte ich mir. "Das kann ich mir überhaupt nicht vorstellen, was das sein soll." "Eine Geschichte, eine Geschichte, so wie von Bernhard" tönte es nun aus vieler Munde. Ich gebe zu, ich war leicht verstimmt, denn einerseits sind meine Geschichten auch nicht ohne, andererseits hatte ich eigentlich gar keine Zeit mehr für eine Geschichte. Mein Sack war leer, und ich musste noch einmal zurück, um ihn für meinen nächsten Besuch zu füllen. "Und überhaupt, dann soll doch dieser Bernhard eben eine Geschichte zum Besten geben". Ich war gerade dabei mir zu überlegen, wie ich den Kindern sagen könnte, dass für eine Geschichte leider keine Zeit mehr wäre. In der nächsten Stadt warteten sie ebenfalls schon auf mein Kommen, als auf einmal der lange, große, dünne Mann, der mir so hilfreich im Wald zur Hand ging, mit seinem Wagen und der Kiste oben drauf um die Ecke zog. Die, die ihn kannten, riefen freudig: "Der Bernhard, der Bernhard" und rannten zu ihm hin. Die anderen trieb die Neugier hin. "Die Ware in seinem Kopf und in seinem Herz", erinnerte ich mich, "Geschichtenerzählongleur, eigenartiges Gebaren"! Zwar wäre jetzt die Möglichkeit gewesen mich unbemerkt von dannen zu schleichen, doch irgendwie war auch ich gefesselt von der Neugier, was dieser Bernhard wohl den Kindern mitgebracht hatte. Sie standen um ihn herum und ihre Augen ließen nicht von ihm ab. Er öffnete seine Kiste, holte ein paar Sachen heraus, und begann sie durch die Luft zu wirbeln. Gekonnt fing er sie wieder auf. Bälle, Keulen, Fackeln, aber auch andere Dinge wie Kartoffeln, Äpfel, Eier und Pfannen bahnten sich ihren Weg durch die Luft. Und alles landetet immer wieder in seinen Händen. Ein Jongleur dachte ich mir. Auf einmal begann er eine Geschichte zu erzählen. Es schien mir gar, als ob seine Bälle und Keulen seine Worte begleiteten. Aha, ein Geschichtenerzähler und Jongleur: ein Geschichtenerzählongleur. Ich war so begeistert, dass ich ganz die Zeit vergessen hatte. Eigentlich hätte ich schon längst weiter müssen, jedoch ich war gänzlich fasziniert von seiner Kunst. Ich sah noch vieles mehr. Aber davon will ich euch jetzt nicht berichten. Das müsst ihr euch alle schon selber anschauen. Nach seiner Vorstellung ging ich zu diesem Bernhard und fragte ihn, ob er sich noch an mich erinnert. Er nickte freundlich. Wir unterhielten uns angeregt, ein lange Zeit, Stunden, Tage, Jahre, Jahrhunderte. So sieht man uns immer wieder, mal zusammen, mal alleine, ich mit rotem Mantel und schwarzen Stiefeln. Er, der Bernhard, mit einer Hose aus einem roten und einem schwarzen Bein. |
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Der Ursprung
| So trug es sich zu, dass ich an des Königs Hofe bestellt wurd,
um mit allerlei Kurzweil der Gesellschaft dienlich zu sein. Es waren viele
Gäst geladen und alle zeigten sich im feinsten Gewande. Speis und Trank
zierten reichlich die Tische. Kerzenlicht erhellte den Saal, der Wein die
Gemüter. So erfreute mein Spiel, auch zu meiner eigensten Zufriedenheit,
den König und die Festgesellschaft.
Indess wurd ich des Königs Töchterlein gewahr. Während und selbst nach dem Spiel fanden meine Äuglein Platz auf ihrem Antlitz. Konnt ich doch der Gesellschaft das Lachen entlocken, so wurd mir die Zeit Gehilfe, der Prinzessin Herz zu gewinnen. Jedoch, welch traurig Schicksal fiel mir anheim. Ich war nicht in des Königs Plan, sein Töchterlein betreffend, vorgesehen. Mit Hilfe eines Dolches ließ er meinem Leben ein schnelles Ende setzen. So früh und unerwartet ich die Welt verließ, habe ich sie 500 Jahre später wieder betreten. Nach langer Reise, und dies ist für fahrendes Volk nichts ungewöhnliches, bin ich auf die Quell meiner Geschichte gestoßen. Meiner Bestimmung folgend seht ihr mich heute erneut als Bernhard der Gaukler. Steht euch der Sinn nach Kurzweil und Gaukelei, dann haltet Ausschau nach mir auf Märkten und Plätzen, dort wo Menschen, gleich welchen Standes, sich einfinden zu fröhlich und interessantem Miteinander. Und wenn ihr fragt, was aus der Prinzessin geworden ist, dann sprecht mich an, wenn ihr mich seht. Ein Reim aus meinem Mund will es euch gerne berichten. |
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